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Entwicklung des Neubaugebietes PDF Drucken E-Mail

Das Neubaugebiet Gorbitz, das größte Plattenbaugebiet Dresdens, erstreckt sich über eine Fläche von 240 ha am westlichen Hang des Elbtals. Die Grundsteinlegung für den ersten Bauabschnitt in dem bis dahin landwirtschaftlich genutzten Gebiet erfolgte am 21. August 1981. Bis 1989 entstanden hier 14.800 Wohnungen, zumeist in sechsgeschossigen Gebäuden des Typs WBS70, 15 Kindertageseinrichtungen, 11 Schulen, 4 Kaufhallen, eine Wohngebietsgaststätte und 2 Seniorenheime.
Prägend für den Grundriss des Stadtteils ist die Anlage um eine zentrale Mittelachse mit Läden und einer separaten Straßenbahntrasse, auf der drei Linien verkehren. Dagegen wird der motorisierte Verkehr auf vier Ringstraßen gebündelt, ohne als Durchgangsverkehr das Wohngebiet queren zu können.


1990 lebten in Gorbitz 36.000 Menschen, überwiegend Familien mit Kindern, obwohl die Gestaltung der Freiflächen, die Schaffung von Spiel- und Sportanlagen, der Bau von Parkplätzen und von Einkaufsmöglichkeiten noch nicht abgeschlossen war. 1993 entstand mit dem Gorbitz-Center eines der ersten Dresdner Einkaufszentren. Aus der ehemaligen Zentralhalle wurde das Sachsen Forum im Mittelpunkt von Gorbitz entwickelt. In der zweiten Hälfte der Neunziger Jahre setzte ein drastischer Bevölkerungsverlust ein: Nach der Jahrtausendwende lebten noch 20.000 Einwohner in Gorbitz, ein Rückgang um über 40 %.
Heute hat sich die Einwohnerzahl auf rund 20.500 stabilisiert. Im Vergleich zur Gesamtstadt ergaben sich teilweise negative sozialstrukturelle Entwicklungen, beispielsweise eine überdurchschnittliche Arbeitslosenquote und unterdurchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen.


Zur Unterstützung der Stadtteilentwicklung wurden seit 1993 durch Bund, Land und Kommune Fördermittel im Rahmen des Wohnumfeldprogramms eingesetzt. Mit diesen Fördermitteln wurde beispielsweise ein Wohngebietspark geschaffen und die Renaturierung des Weidigtbaches eingeleitet sowie Gemeinbedarfseinrichtungen modernisiert und instand gesetzt.

Von 2002 bis 2004 wurde durch die Eisenbahner-Wohnungsbaugenossenschaft als vorbildliches Stadtumbauprojekt die „Kräutersiedlung“ im vierten Bauabschnitt von Gorbitz umgestaltet. Durch die Verkürzung, Unterbrechung und Höhenreduzierung von Plattenbauzeilen wurden aus einst 384 Wohneinheiten 134 moderne und hochattraktive Wohnungen mit ansprechenden Außenanlagen. Weiterer Wohnungsrückbau erfolgte an anderen Standorten im Gebiet. Aus den Flächen sollen Grünflächen und Standorte für individuelle Wohnformen entstehen.


Im Dezember 2005 wurde Gorbitz als drittes Dresdner Wohngebiet – nach Prohlis und Am Koitzschgraben – in das Bund-Länder-Förderprogramm „Soziale Stadt“ aufgenommen. Damit sollen Maßnahmen zur Vermeidung weiterer Negativentwicklungen insbesondere im sozialen Bereich eingeleitet, gefördert und koordiniert werden.

Im Juli 2006 nahm das Quartiersmanagement Gorbitz seine Tätigkeit auf. Bis Mitte 2008 hatte das Team um Ulrich Krause und Wolfgang Müller sein Stadtteilbüro im Gorbitz-Center - mit traumhafter Aussicht. Danach eröffnete man den "QM-Laden" als bürgerfreundliche Beratungsstelle und Treffpunkt auf der Höhenpromenade (Leutewitzer Ring 35) in der geografischen Mitte des Stadtteils.

 

ORing  Spielplatz in Gorbitz
 
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